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  Ein Tag auf dem Flugplatz

 

Ein Tag auf unserem Flugplatz in Dobenreuth beginnt nicht damit, sich in sein Flugzeug zu setzten und loszufliegen. Damit der Flugbetrieb beginnen kann, ist noch etwas Arbeit im Team vonnöten. Um ca. 10 Uhr holen wir unsere Segelflugzeuge aus dem Hangar, wofür schon einige Leute nötig sind, damit das Flugzeug auch ohne Schrammen den Flugbetrieb aufnehmen kann. Im Anschluss räumen die Piloten die Flugzeuge ein, das bedeutet eine Batterie für das Funkgerät wird eingebaut, das Bordbuch und die Luftfahrerkarte muss ins Flugzeug und anschließend wird das Flugzeug auf einwandfreien technischen Zustand überprüft.

 

Danach können die Flugzeuge zu ihren Startpositionen gezogen werden die je nach Windverhältnissen, entweder unten vor der Flugzeughalle (Startrichtung 10) oder auf der anderen Seite des Flugplatzes (Startrichtung 28) sind. Den meisten ist der Startplatz unten an der Flugzeughalle am liebsten, weil man es dann nicht so weit zur Kantine hat, um sich z.B. Getränke zu holen. Wenn jeder kräftig mit anpackt kann der Flugbetrieb um ca. 11.00 Uhr beginnen. Auch bei uns gilt das Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Jeder hofft jetzt auf gute Thermik und erwartet sehnlichst seinen Start.

 

Ab nun übernimmt jeder mal eine Aufgabe: Gelandete Flugzeuge müssen zurück an den Start gezogen werden, Start- und Landezeiten müssen notiert werden, ein Windenseil sollte immer bereit liegen und beim Start muss natürlich auch mitgeholfen werden, denn schließlich will sich ja jeder mal ab und zu an die Winde hängen und während eines schönen Fluges den Alltag vergessen. So gegen 14.00 Uhr herrscht an schönen Tagen dann Hochbetrieb. Nun kann man sich auch schon mal für längere Zeit die Welt von oben anschauen. Schulstarts mit Fluglehrer, Flugschüler, die ihre Alleinflüge absolvieren und die Scheinpiloten bringen die Winde und das Schleppflugzeug zum heißlaufen. Nicht selten bekommen wir auch noch Besuch von Piloten anderer Flugplätze und die Gastflüge bleiben auch nicht aus.

 

Leider vergeht die Zeit auf dem Flugplatz wie im ”Flug” und ehe man sich versieht ist es auch schon wieder soweit einzuräumen. Jeder sollte dabei natürlich dafür sorgen, dass das Flugzeug, mit dem man geflogen ist, auch wieder sauber in den Hangar zurückkommt. Wenn dann jedes Flugzeug, jede Batterie und jedes Fahrzeug seinen Platz in der Halle zurück hat, das persönliche Flugbuchbuch geschrieben ist, ist es auch schon fast 20.00 Uhr. Spaß hatte jeder, gelacht wurde viel und der Tag klingt dann bei einem fröhlichen Beisammensein aus. Und wenn gerade Samstag war, erwartet schon jeder mit Freude den ”Flugsonntag”.

© LSC Forchheim